So

08

Jul

2018

Smartphone: Überlebenstipps für Eltern

Im Rahmen des Medienkonzepts des WG hatte der Elternbeirat am 26. Juni Veranstaltungen zum Thema „Sichere Smartphone-Nutzung“ organisiert -  vormittags fanden für die 6. Klässler Workshops statt; am Abend informierte dann der Medienpädagoge Daniel Wolff die Eltern über Risiken und Chancen der Smartphone Nutzung und gab ganz konkrete Tipps für einen besseren digitalen Alltag in Schule und Familie.

Zu Beginn erläuterte Wolff die Problemstellung: Da wissenschaftlich belastbare Aussagen über die Auswirkungen der massiven Smartphone-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen noch ausstünden, liegt es vor allem an den Eltern, einen vernünftigen Weg für die eigene Medienerziehung zu finden. Um dies zu tun, müsse man laut Wolff aber erst einmal verstehen, was die Kinder im Internet eigentlich tatsächlich machen – denn mobil telefonieren tun sie kaum. Um zu erkennen, was Kinder speziell an Smartphones so attraktiv finden, entführte Wolff die Eltern in die digitale Lebenswelt ihrer Kinder: Er stellte bei den Kindern allseits bekannte YouTube-Stars wie Dagi Bee, Gronkh oder Simon Desue ebenso vor wie die gängigen Social-Media-Plattformen Instagram, Snapchat und Musical.ly. Für viele Eltern offenbarte dieser Ausflug in die digitale Lebenswelt der Jugend völlig neue Erkenntnisse – was zeigt, wie wenig viele Eltern über den digitalen Alltag ihrer Kinder tatsächlich wissen.

Laut Wolff fehlen aber auch den Kindern und Jugendlichen grundlegende Kenntnisse über die Medien, die sie tagtäglich viele Stunden nutzen: So berichtete der frühere IT-Journalist und Gymnasiallehrer Wolff von den vorangegangenen Schüler-Workshops, dass kaum ein Kind in den 6. Klassen bis dahin wusste, wie Google und Facebook – ihres Zeichens die Mutterkonzerne von YouTube und Whatsapp – Geld verdienen: Indem sie von jedem einzelnen Nutzer extrem detaillierte Daten-Profile anlegen und diese sehr lukrativ an die Werbe-Industrie verkaufen. Die Kinder zahlen also doch für die Nutzung der großen Internet-Plattformen: Zwar nicht mit Euro, aber mit ihren privaten Daten.

Außerdem berichtete Wolff, dass der Großteil der Kinder angegeben habe, von ihren Eltern weder bei der Übergabe des Smartphones noch danach wirklich ernsthaft darüber informiert worden zu sein, welche Inhalte man im Internet ansehen dürfe und welche nicht. Der Medienpädagoge führte aus, dass dieser „medienerzieherische blinde Fleck“ an der anderen Erfahrung der Eltern in deren eigener Kindheit liege: Damals gab es noch keine Smartphones, so dass das Verständnis für diese Risiken teilweise völlig fehle. „Ein Buch mit Hardcore-Pornographie oder üblem Zombie-Gemetzel würde man seinem 10-jährigen Kind niemals schenken. Aber mit einem Smartphone, das dieselben Inhalte anzeigen kann, haben die meisten Eltern merkwürdigerweise kein Problem.“, so Wolff.

Eine ähnliche elterliche Unbekümmertheit gelte für das zeitliche Ausmaß der Nutzung digitaler Medien: Etwa die Hälfte der Kinder in den Workshops hatten angegeben, dass sie keinerlei Zeitlimit einhalten müssten und das Smartphone sogar nachts im oder am Bett behalten dürften. Das ist laut Wolff eine ausgesprochen bedenkliche Entwicklung, denn nachgewiesenermaßen schlafen die Kinder und Jugendlichen heute weniger und schlechter als noch vor wenigen Jahren. Kein Wunder: Wer etwa durch eine Auseinandersetzung im Klassen-Chat oder ein nicht unbedingt jugendfreies Videos emotional aufgewühlt ist, schläft nun einmal schlechter. Wolff empfahl daher sehr eindringlich, alle Smartphones der Familie über Nacht im Wohnzimmer oder Flur aufzuladen – natürlich müssen das dann auch die Eltern tun!

Ein trauriger "Trend" ist derzeit das sogenannte „Cybermobbing“, also das absichtliche Beleidigen, Belästigen oder Bedrohen von Personen (meist Mitschülern) im Internet - wie es derzeit an nahezu allen Schulen in Deutschland ein großes Thema ist. Cybermobbing geht weit über Hänseleien hinaus und den Eltern ist vielfach überhaupt nicht klar, welche extreme soziale Wucht Cybermobbing entwickeln kann - vor allem, weil der Täter die Reaktion des Opfers nicht sehen kann und das Opfer nicht weiß, wer die Beleidigungen noch alles gesehen hat. Auch hier helfe nur, sich zunächst selbst zu informieren, seinen Kindern dauerhaft und genau zuzuhören – und im Falle eines Falles seine Kinder intensiv zu unterstützen. Allerdings öffnen sich Kinder nur, wenn sie zu ihren Eltern ein vertrauensvolles Verhältnis haben und keine Angst, dass ihre Eltern ihnen das Smartphone abnehmen.

Wegsperren sei aber ohnehin keine gute Lösung: Der Ex-Silicon-Valley-Korrespondent Wolff führte eindrucksvoll aus, welch enormes Potential neue digitale Technologien wie Big Data, Virtual Reality oder 3D-Druck für unsere Gesellschaft und Wirtschaft haben werden – so dass man sich im Interesse der Kinder auch selbst für digitale Trend-Themen interessieren sollte. Dann fällt es auch leichter, den bei Digitalthemen oft stockenden Kommunikationsfluss zwischen Eltern und Kindern wieder in Gang zu bringen. Feste Regeln (siehe www.mediennutzungsvertrag.de) helfen dabei beiden Seite – sie gelten natürlich auch für die Eltern. Diese könnten sich zudem auf Webseiten wie www.klicksafe.de, www.medien-sicher.de oder www.handysektor.de ausgezeichnet über alle Aspekte der Medienerziehung informieren, so Wolff abschließend. 

Mi

28

Feb

2018

Odysseus zu Besuch am WG

Die gesamte Odyssee in eineinhalb Stunden, geht das ohne langweilig zu werden? Und wie das geht! Das bewies das Berliner Marionettentheater Aristo-funny, das - einer mittlerweile schönen Tradition folgend - am 26. Februar wieder ein Gastspiel am WG gab. In einer Theater-Fassung, die sich nicht nur eng an das homerische Original anlehnte, sondern auch z.T. mit Originalpassagen arbeitete, beeindruckten die Puppenkünstler unsere Schüler der 5. und 6. Klassen sehr. Dabei schafften sie es, mit ihrer Bühne die Pausenhalle in die Höhle des Polyphem, die Insel der Kirke oder den Palast des Odysseus auf Ithaka zu verwandeln. Besonders spannend war natürlich nach Ende der Vorstellung der Blick hinter die Kulissen auf die über 40 Marionetten, die von den Aristo-funny-Mitgliedern alle selbst gefertigt wurden.

 

MH

Do

22

Feb

2018

Erste Erfolge beim Arbeiten mit unserem neuen 3D-Drucker

Mit großem Elan machte sich unser Pluskurs Informatik+Physik an die Inbetriebnahme unseres neu angeschafften 3D-Druckers. Die Bemühungen unserer geschickten und findigen Schüler wurden bald mit den ersten 3D-Objekten belohnt. Sie wünschten sich ein Pokémon (Querschnitt s. Foto) und einen Sternzerstörer aus Star Wars.
Mit Begeisterung werden wir in den nächsten Wochen an diesem Projekt weiterarbeiten und weitere Fotos liefern.


M. Brand

Mi

06

Dez

2017

Es geht voran im Altbau!

Zwei Tage vor Nikolaus führte der Bauleiter eine Delegation vom Wilhelmsgymnasium durch die Baustelle im Schulgebäude an der Thierschstraße. Seit der letzten Besichtigung ist viel passiert: die Rohbauten sind schon seit Monaten abgeschlossen und alle Räume "nehmen Gestalt" an. Die Außenfassade an der Thierschstraße ist in großen Teilen bereits fertiggestellt und schon ohne Gerüst zu sehen. Alle Arbeiten laufen Bestens und liegen leicht vor dem Plan, so dass der Schulbetrieb - falls keine groben Überraschungen mehr kommen sollten - auf jeden Fall im September 2018 in den neuen Räumlichkeiten aufgenommen werden kann.

 

MP

 

Di

21

Nov

2017

Medienkompetenz

Cool, unglaublich, voll krass, sehr beindruckend– So oder so ähnlich lauteten die durchweg begeisterten Reaktionen auf den Vortrag Medienkompetenz für Schüler und Eltern von Cem Karakaya, dem Experten für Internetkriminalität im Polizeipräsidium München, der auf Einladung des Elternbeirats und im Rahmen unseres schulischen Medienkonzepts in der Aula des WG sprach.

Wer einen langweiligen Vortrag mit stets mahnend erhobenem pädagogischen Zeigefinger erwartet hatte, wurde ganz schnell eines Besseren belehrt: Ungemein witzig, eloquent und gleichzeitig erschreckend informativ führte Herr Karakaya durch die Absurditäten aber auch Gefahrenbereiche bei der Nutzung von Handys oder des Internets.

Auf sehr unterhaltsame und gleichzeitig ungemein einprägsame Art wurde dem Publikum aus Schülern und Eltern vor Augen geführt, wie sorglos wir täglich mit unseren Daten und persönlichen Informationen umgehen. Es war sicherlich keiner im Saal, der nicht zum Nachdenken gebracht worden wäre und dank der zahlreichen Tipps und Hinweise von Herrn Karakaya künftig sein Handy-Nutzungsverhalten ändern und damit sicherer machen wird. 

Daher kann man nur ein Fazit zu dieser Veranstaltung ziehen: Ein voller Erfolg!

 

MH

 

Di

07

Nov

2017

Literatur und Musik: Philipp Melanchthon

500 Jahre Reformation: Kurz vor dem Abschluss des großen Jubiläums am diesjährigen Reformationstag widmete sich der zweite unserer eben dem Jubiläum gewidmeten  Literarisch-musikalischen Abende Martin Luthers Wittenberger Weggefährten Philipp Melanchthon, der, obwohl von enormer Bedeutung für die Geschichte des Luthertums, gemeinhin im mächtigen Schatten der großen Gestalt Luthers zu verschwinden droht.

Der Festsaal der Musikschule Bogenhausen bot den ausnehmend schönen Rahmen für einen gut besuchten Abend am 24.10., an dessen Ende immer wieder zu hören war, dass man viel gelernt, viel Neues erfahren  habe über bis dahin unbekannte Aspekte der Reformation.

Die nicht immer leicht zu meisternden Texte des Abends wurden engagiert und konzentriert vorgetragen von Schülerinnen und Schülern der Klasse 7b sowie aus der Q 11.

Wenig gewohnte, sehr schöne Marimbaphon-Klänge (Maximilian, Q 12) gaben der Veranstaltung den musikalischen Rahmen. Den Schluss bildete ein von Nicholas (ebenfalls Q 12) und Maximilian komponiertes Werk für Marimbaphon, Horn und Klavier, das von den Komponisten selbst vorgetragen, „uraufgeführt“ wurde.

 

mg

So

24

Sep

2017

Kleist-Seminar in Weimar, 13.-17.9.2017

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Klassik Stiftung Weimar und unserer Schule hatten neun Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, begleitet und angeleitet von einer Deutschlehrkraft, die Möglichkeit, sich drei Tage lang im Forschungszentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar intensiv mit den Erzählungen Heinrich von Kleists zu beschäftigen.

Die Oberstüfler, die das kleine Seminar durch die Lektüre des Kleist'schen Erzählwerks und einer Kleistmonographie in den Sommerferien vorbereitet hatten, beschäftigten sich in Weimar mit je einer Erzählung, für die sie sich noch vor den Sommerferien entschieden hatten und die sie auf einen oder mehrere Aspekte hin, die ihr besonderes Interesse geweckt hatten, untersuchten. Am Kleist-Thema arbeitete unsere Gruppe jeweils vormittags, am Samstagnachmittag, dem letzten "ganzen" Weimartag, wurden die Ergebnisse in der Gruppe vorgestellt und diskutiert.

Ergänzt wurde das Ganze durch zwei Nachmittagsexkursionen. Die eine führte zu Christoph Martin Wielands Gut nach Oßmannstedt, wo wir die Editionsarbeit der Wieland-Forschungsstelle und eben das Gut kennenlernten, die andere zur Gedenkstätte Buchenwald. Dort durften wir eine ausgezeichnete Führung miterleben, die sicher keinen von uns unberührt und unbeteiligt ließ. Ich glaube, für wohl alle, die mit dabei waren, war das ein erschütternder Nachmittag. ---

Meinem Eindruck nach waren alle beteiligten Schülerinnen und Schüler enorm interessiert und auch mit Freude, vielleicht sogar Begeisterung bei der Sache. Zum guten Gelingen des Ganzen trug sicher auch die Art, in der wir wohnten, bei. Drei schöne Ferienwohnungen in einem gepflegten Haus von 1925 waren unser Domizil, in einer Wohnung lebten die Jungs, eine bezogen die Mädchen, in der dritten durfte sich der begleitende Deutschlehrer wohlfühlen. Man frühstückte in der jeweiligen Gruppe, abends wurde gemeinsam gekocht und gegessen. Einmal hatten wir abends sogar Gäste von der Klassik Stiftung.

Eine rundum schöne und gelungene Sache.

 

mg

 

So

28

Mai

2017

Betreten verboten - noch!

Ende April durfte eine Delegation der Schule den Baufortschritt des Schulgebäudes an der Thierschstraße begutachten. Die großen Maurerarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen und es wird mit Hochdruck am Innenausbau gearbeitet. Die neu entstandene Turnhalle unter dem Pausenhof und der darüberliegende Pausen-Pavillon, die neue Aula (im ehemaligen Fahrradkeller) sowie die neu entstandenden Fachräume von Biologie, Chemie und Physik (ehemalige Turnhalle im EG) und die neu entstandenen Kunst- und Musikräume wurden besichtigt. Die Arbeiten liegen alle im oder sogar leicht vor Plan. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass der Unterricht am 11.09.2018 plangemäß im neuen alten Gebäude wieder aufgenommen wird.

 

M Pfeiffer

Mi

24

Mai

2017

Der Kugelschwarm entsteht

In den letzten Tagen und Wochen haben viele fleißige Kinder und auch ein paar Lehrer und Eltern Kugeln aus Modelliermasse geformt und mit Raspeln, Feilen und Sandpapier glatt poliert. Die Künstlerin Gabriele Obermaier hat den Wettbewerb für Kunst am Bau im Rahmen der Generalinstandsetzung und Erweiterung des Wilhelmsgymnasium an der Thierschstraße gewonnen. In enger Zusammenarbeit mit den Kunstlehrern und natürliche mit den Kindern entsteht gerade das Kunstwerk "Kugelschwarm": 111 Kugeln werden individuell bezogen auf Größe und Form geformt, in Messing gegossen und später an unterschiedlichen Orten im Schulgebäude platziert. Zu späterem Zeitpunkt wird es dazu noch ausführliche Informationen geben.
 
M. Pfeiffer, G. Illiaki-Stark

Fr

28

Apr

2017

Video vom Tag der offenen Tür