Mi

18

Okt

2017

Kinematographie #24

Mo

16

Okt

2017

Bild im Bild im Bild

Die erste Führung des Museumsabo im Schuljahr 2017/18 fand im Haus der Kunst statt. Daniela Thiel zeigte uns das Werk vom Photographen Thomas Struth. Bei den Frühwerken spielen Personen und Porträts noch eine Rolle, dann zunehmend nur noch das Werk der Menschen: Architektur, Straßenzüge, Stadtansichten. Auch berühmt für den Photographen sind Bilder von Betrachtern von Bildern im Museum. In seinen jüngeren Werken sind die Technisierung der menschenlosen Arbeitsumfeldern zu sehen: Forschungslabors, Weltraumbahnhofswerkstatt, Roboteroperationssaal, .... spannende Bilder.

 

Pfeiffer

Mi

13

Sep

2017

Museumsabo in der Akademie

Die letzte Führung des Museumsabo im Schuljahr 2016/17 ging fast schon traditionell als einer der Höhepunkte in die Akademie der bildenden Künste in München. Im Rahmen der Jahresausstellung zeigten die Kunststudenten Ihre Werke und es ergaben sich auch sehr häufig Gespräche mit den Künstlern. Daniela Thiel zeigte dabei die high lights der Ausstellung.

Matthias Pfeiffer

Mi

13

Sep

2017

Römerfest in Weißenburg

Trotz schlechtester Wetterprognosen und noch in den Ferien hat sich am 10.09.17 doch eine Minigruppe mit Kindern und Eltern vom Wilhelmsgymnasium zum Römerfest nach Weißenburg aufgemacht. Im ehemaligen Römerkastell Biriciana wurden wir dann belohnt: die Gebete der Priester an alle möglichen Götter wurden wohl erhört und es war die ganze Zeit trocken und ab und zu konnte man sogar den blauen Himmel am nördlichen Ende des römischen Reiches durchblitzen sehen. Historisch getreu haben einige hundert Römer und wenige germanische Barbaren das Leben der damaligen Zeit näher gebracht: Weihezeremonien, Tänze, Gladiatorenkämpfe, Handwerker, Köche und und und. Die Kinder konnten an vielen Ständen auch aktiv werden: Münzen prägen, Glücksspiele, Geschicklichkeitsübungen, Bogen schießen, Speer werfen, Schmuck aus Knochen schleifen, Mosaike gestalten, Schilde bemalen, Fibeln basteln,... müde von den vielen Eindrücken und dem Umherlaufen sind wir nach einem langen Tag am Abend wieder mit der Bahn in München angekommen.

Matthias Pfeiffer

Mi

29

Mär

2017

Kinematographie #22

Mi

29

Mär

2017

Stunde Null in der Kunst

Am 9. März 2017 führte die Kunsthistorikerin Daniela Thiel das Museumsabo durch die Ausstellung "Postwar" im Haus der Kunst. Die gezeigten Bilder stammten alle aus den zwei Jahrzehnten nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und waren geprägt von den Kriegsereignissen, insbesondere von den Atombomben von Hiroshima und Nagasaki - aber auch von den großen entstehenden weltpolitischen Systemen, Ost und West. Von den sehr vielen Werken unterschiedlichster Künstler haben wir nur wenige ausgesucht und dabei diese Themen diskutiert.

 

M Pfeiffer

Mo

30

Jan

2017

Kinematographie #20

Mo

23

Jan

2017

Nach dem Ende des 20. Jahrhunderts in die Doppelgarage

“Nach dem Ende des 20. Jahrhunderts” von Joseph Beuys war das erste Werk, das der Kunsthistoriker Uli Ball in der Pinakothek der Moderne am 17.01.2017 im Rahmen des Museumsabo zeigte. Nach dem Basaltstein-Ensembel ging es zu weiteren Naturprodukten: das Kiefernpollen-Quadrat von Wolfgang Laib. Dann kamen eher industrielle Materialien zum Einsatz: 500 Schokoladen-Alufolie-Skulpturen von Roman Ondák. In der “Doppelgarage” von Thomas Hirschhorn und in Pipilotti Rists “Himalaya Goldsteins Stube” gab es unheimlich viel zu entdecken, lesen, nachdenken, fühlen,…

 

Museumsabo - M. Pfeiffer

Do

15

Dez

2016

Ach, wie romantisch!

Am 7.12.16 besuchte das Museumsabo geführt von Maximilian Westphal die Schackgalerie. Alle Schüler/innen waren zum ersten mal in diesem Haus und konnten die romantischen Werke von Kirchner, Böcklin, Feuerbach und Lenbach kennenlernen.

 

Matthias Pfeiffer, Elternbeirat

Mo

28

Nov

2016

Die Odyssee in 80 Minuten

 … das war in der Volksbühne  ein sehr gelungenes Theaterstück mit den Best-of Szenen von Homer. Nach dem Prooemium in Altgriechisch gab es Dialogpassagen in Hexametern, Botenberichte und erzählten Text, der die zahlreichen Kürzungen verstehen half.
Neben Odysseus traten vier seiner Gefährten auf, die alle anderen Rollen übernahmen – nach dem Beginn bei den Kikonen ging es weiter zu Polyphem, der durch eine Videoinstallation durchaus gruselig-echt erschien, über Kirke dann zu Skylla und Charybdis und schließlich an den Hof von Ithaka. Götter kommen in der Aufführung keine vor.
Das Bühnenbild war karg: Nur mit Eisenstangen, die mal als Ruder oder Segelrah, zum Blenden und zum Kämpfen genutzt werden sowie Plastikfolie und viel Nebel gelang es, die unterschiedlichen Stationen darzustellen. Dazu triebt eine fetzige Musik Odysseus und seine Gefährten mal in den Rausch, in den Kampf oder in die Arme von Skylla.
Die Aufführung hat mir sehr gut gefallen, da sie voller Überraschungen, witzig und sehr unterhaltsam war. Es gelang außerdem sehr gut, eine Aktualität des Stoffes herzustellen: Odysseus ist kein edler, listiger Held, sondern ein skrupelloser Anführer, der nach eigenen Regeln lebt und immer Entschuldigungen für sein Handeln findet. Erst am Ende des Stückes, nach dem Besuch bei den Schatten in der Unterwelt und als er allein in Ithaka ankommt, besinnt sich Odysseus: „Wir haben Troja nie besiegt, sondern Troja uns. Wir bekämpften Trojas Schrecken und waren selber doch der Ursprung vieler neuer. Wozu sollen wir Menschen miteinander kämpfen?“
Das Geschehen auf der Bühne hätte meiner Ansicht gereicht, um zu zeigen wie aktuell der Stoff der Odyssee ist – die neben der Bühne auf den Seitenwänden erscheinenden Landkarten und Videos zu kriegerischen Konflikten seit dem trojanischen Krieg lenkten eher ab und waren meiner Ansicht nach unnötig.

Donata Gocke, 9a

Mo

28

Nov

2016

Rezension „König Ödipus“

“Ich möchte wissen, wer meine Eltern sind, und seien Abschaum sie!”

Der Zuschauer sieht durch eine Glasfassade in einen schlichten Warteraum – einzige Ausstattung: ein stehender Aschenbecher – und hört durch Lautsprecher die Reden aus dem dahinter liegenden Konferenzraum oder die Gespräche der Anzugträger, die sich im Warteraum bei einer Zigarette die Beine austreten. Die Geschichte selber ist schnell erzählt: In Theben wütet eine schlimme Pestwelle, die laut dem Orakel von Delphi nur dadurch beendet werden kann, dass der Mörder von Thebens früheren König Laios, Vorgänger von König Ödipus, gefasst und getötet bzw. ins Exil gebracht wird. Nach und nach treten nun verschiedene Personen wie der blinde Seher Teiresias, Ödipus` Ehefrau Iokaste oder ein Herold aus Korinth auf, die Stück für Stück die Wahrheit über Ödipus` wahres Ich enthüllen: Er habe seinen Vater Laios umgebracht und mit seiner Mutter Iokaste geschlafen. Als Ödipus dies erkannt hat, sticht er sich die Augen aus und Iokaste erdolcht sich. Soweit zur Handlung, nun zur Kritik: Die Inszenierung des Residenztheater wurde grundsätzlich gut in unsere Zeit gesetzt, ist aber – vielleicht auch gerade dadurch – ein bisschen „schlicht“ geraten, was Ausstattung und Personal angehen: Der Handlungsort ist stets derselbe, jeder trägt dasselbe Kostüm (einen Anzug), und die Stimmung war durchgehend bedrückend: Zuerst war sie sehr von der Entrüstung Ödipus` geprägt, der sehr aufbrausend, aggressiv und dominant erschien – allerdings brillant gespielt. Danach wurde man von seiner überzeugend gespielten Reue mitgerissen, die einen nachdenklich gemacht hat. Alles in allem eine gelungene Inszenierung, die vor allem dank der tollen Schauspieler ein altes Stück modern erscheinen ließ. „Lobe keinen Tag vor dem Abend“, heißt es am Ende des Theaterstücks. Armer blinder sehender Ödipus.

Schüler aus der 10a