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Virtueller Schulrundgang

Ihr seid neugierig aufs Wilhelmsgymnasium? Dann macht doch einfach mal einen                                virtuellen Rundgang durch unsere Schule!

    Philippa, John und Maxi aus der 5. Klasse führen Euch gerne durch die Schule.

                         Beim Pfeil ganz rechts auf dem Plan geht's los!

Seit über 460 Jahren wird an unserer Schule mitten im Herzen Münchens unterrichtet. Dabei verkörpert das Wilhelmsgymnasium als rein humanistisches Gymnasium nicht nur eine Bildungstradition, deren Wurzeln bis in die Antike zurückreichen, sondern auch die Überzeugung, dass Bildung im humanistischen Geist zeitlos und aktuell, umfassend und zielführend, kurz Bildung ohne Verfallsdatum ist.

Vielleicht ist gerade deswegen Münchens ältestes Gymnasium auch eines der „modernsten“ dieser Stadt...

Michael Hotz, Schulleiter

Neueste Blogbeiträge

Di

05

Okt

2021

Wandertag 7c

Unsere 7c war heute im Rahmen des Wandertags auf Entdeckungsreise im Bayerischen Nationalmuseum!

Als "kurze Zeitreise" wurde von den Schülern tituliert!

Schwerpunkte waren zwei Epochen:

 

1. ROMANIK

Ob in Bamberg, Regensburg oder Steingaden, an vielen Orten prägen Werke der Romanik bis heute die Kulturlandschaft Frankens, Schwabens und Altbayerns. Im Bayerischen Nationalmuseum stehen für diese Epoche vor allem die Steinskulpturen aus dem im Mittelalter hochberühmten Kloster Wessobrunn südlich des Ammersees. Da viele von ihnen erst in Ausgrabungen wieder zutage kamen, haben sie oft sogar große Reste ihrer alten Farbigkeit bewahrt. Ähnlich bedeutend sind die Holzfiguren aus Kreuzigungsgruppen in Bamberg, Schongau und Kaufbeuren und nicht zuletzt die Arbeiten aus Metall und Elfenbein.

 

2. GOTIK

Das bayerische Nationalmuseum präsentiert in einer imposanten Raumfolge einen der größten und bedeutendsten Bestände spätmittelalterlicher Skulpturen aus dem deutschsprachigen Raum.

Besonders hervorzuheben sind die herausragenden Werke von Tilman Riemenschneider, die in einer solchen Fülle nur noch in Berlin und Würzburg studiert werden können. Darüber hinaus bietet die Sammlung Schlüsselwerke der Elfenbeinkunst, bedeutende Glasfenster und nicht zuletzt herausragende Zeugnisse der Textilkunst wie das einzige bekannte erhaltene Abzeichen des Drachenordens stehen für die Vielfalt der gotischen Abteilung.

 

Architektonischer Rahmen

Um eine Vorstellung vom ursprünglichen Kontext der teils sakralen, teils profanen Objekte zu vermitteln, wurden die Räume vom Architekten des Museums stilistisch auf die ausgestellten Kunstwerke abgestimmt. Einen besonderen Anziehungspunkt bildet der Rittersaal mit Prünkrüstungen.

 

Schön war s mit der 7c!

Georgia Iliaki-Stark,

Manuela Richter

Fr

01

Okt

2021

Arnold Wöhrmann ist „Latein-Europameister“!

Er hat es tatsächlich geschafft: Arnold Wöhrmann hat das XL Certamen Ciceronianum Arpinas 2021 gewonnen! Dieser Wettbewerb, der seit nunmehr 40 Jahren in Arpino, der Geburtsstadt Ciceros, als der wohl renommierteste (und anspruchsvollste) Lateinwettbewerb auf europäischer Ebene ausgetragen wird, gilt auch als inoffizielle „Latein-Europameisterschaft.“ Knapp 150 Schüler/innen aus ganz Europa hatten am diesjährigen Certamen teilgenommen und sich in mehreren, sehr anspruchsvollen Runden miteinander gemessen; letztendlich konnte sich Arnold aber klar gegen seine Konkurrent/innen durchsetzen.

 

Bei der feierlichen Siegerehrung auf dem Marktplatz von Arpino war dann nicht nur Gelegenheit, den frischgebackenen „Europameister“ gebührend zu würdigen und hochleben zu lassen (s. Bilder), der betreuende Lehrer Herr Ott konnte auch hochzufrieden feststellen, dass es mit Arnold Wöhrmann nun doch noch einen deutschen Europameister gebe, nachdem die Fußballer ja großzügigerweise diesen Titel heuer Italien überlassen haben…

 

Die Schulgemeinschaft freut sich ganz außerordentlich über diesen großartigen Erfolg von Arnold und gratuliert natürlich von ganzem Herzen – vivant sequentes würde Cicero sagen.

 

Mo

12

Jul

2021

Impressionismus in der 10a

Claude Monets Farben und Formen faszinieren die Schülerinnen und Schüler der 10a.

Hier eine kleine Auswahl der Werke durchgeführt von Elise, Katharina, Alexander B., Lisa-Marie, Niklas, Nele, Clara, Emma und Isabella.

Hiermit sind Sie eingeladen den eingefangenen Moment wahrzunehmen!

G. Iliaki-Stark

Di

13

Apr

2021

Erfolg beim European Youth Parliament

Die Schuldelegation des Wilhelmsgymnasiums war in der zweiten Woche der Osterferien von Donnerstag bis Sonntag (8.-11.4.2021) bei derRSC South Germany, der Regional Selection Conference, des EYP dabei.

Nachdem die Schülerinnen im Herbst 2020 schon einen Topic Overview als Qualifikation eingesendet hatten und im Januar 2021 dann die erfreuliche Nachricht bekommen hatten, dass sie für die erste richtige Runde des EYP ausgewählt worden waren, gab es am Sonntag schließlich das nächste positive Feedback: Unsere Schuldelegation, bestehend aus Ada Wolff (9c), Zixin (Sofia) Li (10a) und Elise Schwachtgen (10a), hat es auch in die National Selection Conference geschafft!

Dort wird das Wilhelmsgymnasium also gegen Schuldelegationen und Einzeldelegierte aus ganz Deutschland wie im echten Europäischen Parlament debattieren und vielleicht ja sogar für die letzte Runde, zu der Jugendliche aus ganz Europa kommen, ausgewählt werden.      E.S.

So

21

Mär

2021

Schüler-Workshops und Elternabend mit Digitaltrainer Daniel Wolff

Spannender Elternabend am Wilhelmsgymnasium im Anschluss an Workshops für Schülerinnen und Schüler der 5., 6. und 10. Klassen am Vormittag: Der Digitaltrainer und Medienpädagoge Daniel Wolff informierte über 120 Eltern über die enormen Risiken und erstaunlichen Chancen der Smartphone-Nutzung – und gab ganz konkrete Tipps für einen besseren digitalen Alltag in Schule und Familie.

In der Corona-Krise verbringen viele Kinder und Jugendliche heute so viel Zeit im Internet wie noch nie – aber was bedeutet das für uns und unsere Kinder heute und morgen? Dürfen Kinder schon auf Instagram oder Snapchat? Was ist eigentlich Tik Tok genau? Wie viel Bildschirmzeit am Tag ist gesund? Was sind Cybermobbing und Sexting? Aber auch: Welche umwerfenden Chancen bietet uns die Digitalisierung? Zu all diesen Themen stand der Digitaltrainer und Medienpädagoge Daniel Wolff am 09.03.2021 vor über 100 Eltern in einem Online-Elternabend Rede und Antwort.

Viele Eltern haben wenig Einblick in die digitale Lebenswelt ihrer Kinder.

Zu Beginn erläuterte Wolff die Problemstellung: In der Öffentlichkeit wird das Thema Smartphone-Nutzung bei Jugendlichen extrem kontrovers diskutiert: Die einen dächten, je früher die Kinder damit anfingen, desto besser könnten sie wichtige Kompetenzen für die digitale Zukunft erwerben; andere machten grundsätzlich jede Art von Smartphone-Nutzung dafür verantwortlich, dass die Kinder „dick, dumm, krank, faul und traurig“ würden – und würden Smartphones am liebsten verbieten oder wegsperren. Bei allen gleich hoch sei der Grad an emotionaler Betroffenheit – in sehr vielen Familien ist die (oft nervtötende) Diskussion um die „richtige“ Smartphone-Nutzung täglich Thema Nummer 1.

Doch die Smartphones hätten sich so schnell verbreitet, dass wissenschaftlich belastbare Aussagen über die Auswirkungen der massiven Smartphone-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen noch ausstünden – also läge es an den Eltern, in der Zwischenzeit einen vernünftigen Weg für die eigene Medienerziehung zu finden. Um dies zu tun, müsse man laut Wolff aber erst einmal verstehen, was die Kinder im Internet eigentlich tatsächlich machen – denn mit dem Smartphone könne man natürlich viel mehr tun als nur mobil zu telefonieren. Um zu erkennen, was Kinder speziell an Smartphones so attraktiv finden, entführte Wolff die Eltern in die digitale Lebenswelt ihrer Kinder: Er stellte bei den Kindern allseits bekannte YouTube-Stars wie Dagi Bee, Gronkh oder Simon Desue ebenso vor wie die gängigen Social-Media-Plattformen Instagram, Snapchat und Tik Tok oder das Spiel „Fortnite Battle Royale“. Für viele Eltern offenbarte dieser Ausflug in die digitale Lebenswelt der Jugend völlig neue Erkenntnisse – was zeigt, wie wenig viele Eltern über den digitalen Alltag ihrer Kinder tatsächlich wissen.

Auch viele Kinder wissen nicht, wer mit ihnen im Internet Geld verdient.

Laut Wolff fehlen aber auch den Kindern und Jugendlichen oft grundlegende Kenntnisse über die Medien, die sie tagtäglich viele Stunden nutzen: So berichtete der frühere IT-Journalist und Gymnasiallehrer Wolff von den am Vormittag vorangegangenen Schüler-Workshops, dass kaum ein Kind in den 5. und 6. Klassen bis dahin wusste, wie Google und Facebook – ihres Zeichens die Mutterkonzerne von YouTube und Whatsapp – Geld verdienen: Indem sie von jedem einzelnen Nutzer extrem detaillierte Daten-Profile anlegen und diese sehr lukrativ an die Werbe-Industrie verkaufen. Die Kinder zahlen also doch für die Nutzung der großen Internet-Plattformen: Zwar nicht mit Euro, aber mit ihrer Aufmerksamkeit und ihren privaten Daten.

Außerdem berichtete Wolff, dass der Großteil Kinder angäbe, von ihren Eltern weder bei der Übergabe des Smartphones noch danach wirklich ernsthaft darüber informiert worden zu sein, welche Inhalte man im Internet ansehen dürfe und welche nicht – was schon reichlich merkwürdig sei, denn mit dem Smartphone lassen sich kinderleicht auch nicht altersgemäße Inhalte wie Pornos jeder Couleur oder allerbrutalste Gewalt-Videos ansehen. Der Medienpädagoge führte aus, dass dieser „medienerzieherische blinde Fleck“ an der anderen Erfahrung der Eltern in deren eigener Kindheit liege: Damals gab es noch keine Smartphones, so dass das Verständnis für diese Risiken teilweise völlig fehle. „Ein Buch mit Hardcore-Pornographie oder üblem Zombie-Gemetzel würde man seinem 10-jährigen Kind niemals schenken – und einen Fernseher, der Pornos oder Gewaltvideos zeigt, würde man ebenfalls sofort ausschalten. Aber mit einem Smartphone, das dieselben Inhalte anzeigen kann, haben die meisten Eltern merkwürdigerweise kein Problem“, so Wolff.

Ein Smartphone im Kinderbett kann zu ausgeprägtem Schlafmangel führen.

Eine ähnliche elterliche Unbekümmertheit gelte für das zeitliche Ausmaß der Nutzung digitaler Medien: Etwa die Hälfte der Kinder in den Workshops hatte angegeben, dass sie keinerlei Zeitlimit einhalten müssten und das Smartphone sogar nachts im oder am Bett behalten dürften. Das ist laut Wolff eine ausgesprochen bedenkliche Entwicklung, denn nachgewiesenermaßen schlafen die Kinder und Jugendlichen heute weniger und schlechter als noch vor wenigen Jahren. Kein Wunder: Wer etwa durch eine Auseinandersetzung im Klassen-Chat oder ein nicht unbedingt jugendfreies Video emotional aufgewühlt ist, schlafe nun einmal schlechter; hinzu käme, dass der blaue Anteil am Display-Licht den Schlafrhythmus zusätzlich störe. Schlafmangel und Konzentrationsschwächen seien die Folge – was dann besonders die Lehrer am nächsten Tag zu spüren bekämen. Wolff empfahl daher sehr eindringlich, alle Smartphones der Familie über Nacht im Wohnzimmer oder Flur aufzuladen – natürlich müssen das dann auch die Eltern tun!

Viele Erwachsene (er)kennen die Gefahren von Cybermobbing nicht.

Ein trauriger „Trend“ ist derzeit das sogenannte „Cybermobbing“, also das absichtliche Beleidigen, Belästigen oder Bedrohen von Personen (meist Mitschülern) im Internet - wie es derzeit an nahezu allen Schulen in Deutschland ein großes Thema ist. Viele Erwachsenen vergleichen Cybermobbing laut Wolff fälschlicherweise mit Hänseleien, wie man sie in der eigenen Kindheit erlebt hat. Denn ihnen ist in der Regel überhaupt nicht klar, welche extreme soziale Wucht Cybermobbing entwickeln kann - vor allem, weil der Täter die Reaktion des Opfers nicht sehen kann und das Opfer nicht weiß, wer die Beleidigungen noch alles gesehen hat. Cybermobbing kann zu Despressionen und Aggressionen führen, die sich in Selbstmorden und Amokläufen niederschlagen. Auch hier helfe nur, sich zunächst selbst zu informieren, seinen Kindern dauerhaft und genau zuzuhören – und im Falle eines Falles seine Kinder intensiv zu unterstützen. Allerdings öffnen sich Kinder nur, wenn sie zu ihren Eltern ein vertrauensvolles Verhältnis haben und keine Angst, dass ihre Eltern ihnen das Smartphone abnehmen.

Eltern und Kinder sollten die Chancen der digitalen Zukunft gemeinsam diskutieren.

Wegsperren ist aber ohnehin keine gute Lösung: Der Ex-Silicon-Valley-Korrespondent Wolff führte eindrucksvoll aus, welch enormes Potential neue digitale Technologien wie Big Data, Virtual Reality oder 3D-Druck für unsere Gesellschaft und Wirtschaft haben werden – so dass man sich im Interesse der Kinder auch selbst für digitale Trend-Themen interessieren sollte. Dann fällt es auch leichter, den bei Digitalthemen oft stockenden Kommunikationsfluss zwischen Eltern und Kindern wieder in Gang zu bringen. Feste Regeln (siehe www.mediennutzungsvertrag.de) helfen dabei beiden Seiten – sie gelten natürlich auch für die Eltern. Diese könnten sich zudem auf Webseiten wie www.klicksafe.de, www.medien-sicher.de oder www.handysektor.de ausgezeichnet über alle Aspekte der Medienerziehung informieren, so Wolff abschließend. Die anwesenden Elterngaben sehr positives Feedback, und das Medienkompetenz-Team des Wilhelmsgymnasiums dankte dem Medien-Experten für seine wertvollen Einblicke und Erziehungs-Tipps.