Wissenschaftswoche

Die Wissenschaftswoche am neunjährigen Gymnasium

Lust und Neugierde auf wissenschaftliches Arbeiten wecken und dazu wichtige Kompetenzen stärken? Das ist das Ziel der neuentwickelten Wissenschaftswoche des neunjährigen Gymnasiums.

Die Wissenschaftswoche ist ein neues Element in der Jahrgangsstufe 11 und in der Einführungsklasse des neunjährigen Gymnasiums. Hier widmen sich die Schülerinnen und Schüler eine Woche lang jenseits des regulären Stundenplans einem fächerübergreifenden Rahmenthema. Innerhalb dieses Rahmenthemas erarbeiten sie in Kleingruppen eine Frage- und Problemstellung und stellen ihre Ergebnisse dar. Die weitgehend selbstgesteuerte Arbeitsphase wird von den Lehrkräften einer Klasse vorbereitet und begleitet. Ziel der Wissenschaftswoche ist es, durch das fächerübergreifende Arbeiten eine multiperspektivische Sicht auf das Rahmenthema zu gewinnen.

Die Wissenschaftswoche stellt damit die Wissenschaftspropädeutik und das fächerübergreifende Arbeiten in den Mittelpunkt und dient – zusätzlich zu den Wahl- und Vertiefungsmöglichkeiten in der Profil- und Leistungsstufe – neben dem Projekt-Seminar zur beruflichen Orientierung in der Einführungsphase der Oberstufe der individuellen Profilbildung, insbesondere in Vorbereitung auf das Wissenschaftspropädeutische Seminar (W-Seminar).

Weitere Informationen zur Wissenschaftswoche an bayrischen Gymnasien finden Sie hier:

https://www.isb.bayern.de/schularten/gymnasium/oberstufe/wissenschaftswoche/

Die erste Wissenschaftswoche am WG

  • Wissen Sie, wie viel Gewicht eine aus einem Päckchen Nudeln gebaute Brücke trägt?
  • Kennen Sie die Spuren, die der Nationalsozialismus im Lehel hinterlassen hat?
  • Haben Sie die malerischen Gebäude unweit unserer Schule schon einmal architektonisch unter die Lupe genommen?
  • Wissen Sie, wie der Lateinunterricht am Wilhelmsgymnasium vor 100 Jahren abgelaufen ist?

Kennen Sie die Antworten?

Sollten Sie bereits eine der Fragen mit Nein beantwortet haben, wäre die Wissenschaftswoche für Sie genau das Richtige gewesen: Vom 14. bis zum 20. März 2024 fand dieses Novum des neunjährigen Gymnasiums an unserer Schule zum ersten Mal statt. Zentrales Ziel: Lust und Neugierde auf wissenschaftliches Arbeiten zu wecken und grundlegende für wissenschaft-liches Arbeiten wichtige Kompetenzen zu stärken. Während dieser Tage bot sich für die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe daher die Möglichkeit, sich intensiv mit Projekten zum Rahmenthema „Lehel“ auseinanderzusetzen. Wieso das Lehel zum Thema wurde? Der 300. Jahrestag der Zugehörigkeit des St. Anna-Viertels zu München war ein mehr als würdiger Anlass, die Umgebung der Schule sowie die Schule selbst genauer zu erkunden und dies zum Motto der ersten Wissenschaftswoche zu machen.

Lieblingsprojekt wählen

Die Jugendlichen der beiden 11. Klassen durften sich aus acht angebotenen Unterthemen ihr Lieblingsprojekt auswählen. In der Wissenschaftswoche selbst wurde die reguläre, am Fachlehrplan ausgerichtete Unterrichtsorganisation aufgelöst, die Schülerinnen und Schüler sollten selbstständig aus der Perspektive eines Leitfachs eine Frage- bzw. Problemstellung zum Rahmenthema bearbeiten. Anschließend galt es, die Ergebnisse zu präsentieren. Die weitgehend selbstgesteuerte Arbeitsphase – von der Fragestellung bis zur Präsentation – wurde von den jeweiligen Lehrkräften einer Klasse vorbereitet und begleitet. Gefördert wurden nicht nur Teamarbeit und selbständige Arbeitsweise, sondern es ermöglichte den Schülerinnen und Schülern auch das Einbringen ihrer individuellen Interessen und Talente. Die Lehrkräfte übernahmen dabei eine unterstützende Rolle, indem sie die Gruppen betreuten und leiteten.

Für jeden was dabei

Die Vielfalt der bearbeiteten Themen spiegelte die Komplexität und Mehrdimensionalität des Konzepts wider. Die multiperspektivische Annäherung an das Thema ermöglichte es, die Relevanz und Anwendbarkeit wissenschaftlicher Konzepte in verschiedenen Fachdisziplinen zu erkennen. Zum Abschluss der Wissenschaftswoche wurden die Ergebnisse im Klassenverband präsentiert. Die Vielfalt der Präsentationsformate – von Plakaten über Videos bis hin zu Modellen und Podcasts – unterstrich die kreative Herangehensweise der Schülerinnen und Schüler an das Thema. Diese Präsentationen boten nicht nur einen Einblick in die erarbeiteten Inhalte, sondern demonstrierten auch die Fähigkeit der Lernenden, komplexe Sachverhalte verständlich und anschaulich zu vermitteln. Der erste Versuch einer Wissenschaftswoche am WG war dank der engagierten Arbeit der Elftklässler und der betreuenden Lehrkräfte ein voller Erfolg. Das Projekt hat gezeigt, dass ein schülerzentrierter Ansatz im Bildungswesen nicht nur möglich, sondern auch äußerst fruchtbar ist. Die Weiterentwicklung der Wissenschaftswoche auch an unserem Gymnasium bleibt damit eine spannende und gewinnbringende Aufgabe. Premiere geglückt…