Politik & Gesellschaft

Freiheit bedeutet nicht Freiheit von Verantwortung,
sondern Freiheit mit Verantwortung.

Hannah Arendt

Zugeschnitten auf die Schülerinnen und Schüler

Der demokratische Staat lebt von der Partizipation seiner Bürgerinnen und Bürger. Neben der Vermittlung von Wissen und Können in den verschiedenen Unterrichtsfächern muss Schule im demokratischen Staat daher stets darauf abzielen, Schülerinnen und Schüler zu mündigen Staatsbürgern zu erziehen, die sich aktiv an der Gestaltung unserer Gesellschaft beteiligen und Verantwortung für das Fortbestehen unserer Demokratie übernehmen. Denn die Freiheit, die jede und jeder in einem demokratisch-pluralistischen Gemeinwesen genießt, besteht nur so lange fort, wie sie eben mit der Verantwortung für dieses Gemeinwesen zusammengedacht wird.

Dieser grundlegenden Einsicht wird an unserer Schule in mehrfacher Hinsicht Rechnung getragen. In der „Verfassungsviertelstunde“ unterstützt das gesamte Kollegium dieses Ziel, indem in regelmäßigen Abständen in allen Fächern gesellschaftspolitische Fragen thematisiert und diskutiert werden. Im Fach „Politik und Gesellschaft“ steht die Demokratiekompetenz – so bezeichnet der Lehrplan Plus den oben dargestellten Zusammenhang zwischen Freiheit und Verantwortung – stets im Mittelpunkt des Unterrichts. Beginnend mit einer Unterrichtsstunde in der Jahrgangstufe 10 wird das Fach in den Jahrgangstufen 11 bis 13 jeweils zweistündig unterrichtet. Dabei ist in Jahrgangstufe 12 die Wahl des Oberstufenkurses Politik verpflichtend, in Jahrgangsstufe 13 hingegen fakultativ.

Studienfahrt nach Berlin

Um den einstündigen Einstieg in das Fach auszugleichen, findet die Studienfahrt nach Berlin in der Jahrgangsstufe 10 statt. So können die Grundlagen des Fachs – u.a. die Funktionsweise unseres parlamentarischen Systems – durch den Besuch des Bundestages und des Bundesrates vor Ort vertieft werden. Neben diesen gesetzten Programmpunkten kommt auch die historisch-politische Bildung auf der Studienfahrt nicht zu kurz. Die Schülerinnen und Schüler besuchen dazu Gedenkstätten und Orte der beiden diktatorischen Systeme des 20. Jahrhunderts auf deutschem Boden.

Die regelmäßige Teilnahme an der Juniorwahl sowie Planspiele zum Gesetzgebungsprozess in Bayern, im Bund oder in der EU bereichern den regulären Fachunterricht.